Recklinghausen – Süd | Neumarkt

Die Neugestaltung des Neumarktes ist ein zentraler Baustein des Projektes ‚Soziale Stadt – Recklinghausen-Süd / Grullbad’. Das integrierte Handlungskonzept für Süd zielt darauf, den Stadtteil zu stärken bzw. zu stabilisieren.

Ein wichtiges Projektziel ist es, die Wohn- und Aufenthaltsqualität im Projektgebiet zu verbessern. Der Neumarkt mit seinen zentralen Funktionen für den Stadtteil nimmt in diesem Kontext eine herausragende Stellung ein. Der nördliche Bauabschnitt I mit den Teilbereichen Spielplatz, Passage und zentralem Brunnenfeld wurde 2012, der südliche Bauabschnitt II mit dem Markt- und Festplatz wurde 2013 fertiggestellt. Als Ergebnis eines kooperativen zweistufigen Wettbewerbsverfahrens aus Bürgerwerkstatt und Planerwerkstatt im Jahre 2005 wurde das Entwurfskonzept von RaumPlan von einer Fachjury prämiert. Unter dem Titel ‚Face-Lifting – der Neumarkt in Recklinghausen‘ wurde die Wettbewerbskonzeption anschließend im Rahmen des Landeswettbewerbs ‚Stadt macht Platz – NRW macht Plätze‘ eingereicht.

 

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Leitbild der Entwurfskonzeption für den Neumarkt ist die Schaffung einer zusammenhängenden Platzgestaltung bei gleichzeitiger Akzentuierung der Teilbereiche wie Marktplatz, Wohn- und Spielplatz, Neumarktpassage und Parkanlage. Dabei sollte der Neumarkt nicht neu erfunden, vielmehr an vorhandene Qualitäten angeknüpft werden, um die Identität des Platzes mit seinen öffentlichen Einrichtungen zu erhalten und zu stärken. Ausgangspunkt der Entwurfsüberlegungen ist darüber hinaus die Tatsache, dass der Neumarkt innerhalb der öffentlichen Räume des Stadtteils Recklinghausen-Süd eine Sonderstellung einnimmt: Er ist gekennzeichnet von Nutzungsvielfalt und Zentralität und bietet das Potential, zu einem urbanen Stadtraum zu werden.

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Die Neumarktpassage bindet den Platz an das Geschäftszentrum Bochumer Straße an. An Markttagen ist die Passage in die Marktnutzung einbezogen. Im Platzbereich wird die Passage beidseitig von Bäumen gesäumt. Mit der Neugestaltung wird die Marktfunktion gestärkt und ein Angebot für die Umnutzung eines Erdgeschossbereiches der Randbebauung für ein Café / Kneipe mit Außenbewirtung gemacht.Die Platzmitte unmittelbar südlich der Passage ist das kommunikative Zentrum des Platzes. In der Platzmitte entstand ein Wasserplatz mit Fontänenfeld, beidseitig gesäumt von Rasenflächen mit eingestellten Bäumen.Das Fontänenfeld bildet einen Anziehungspunkt in der Mitte des Neumarktes, ohne die Nutzungsmöglichkeiten des Platzes einzuschränken.

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Idee der Neugestaltung ist ein gestalterisch wie nutzungsbezogen in den Platz integrierter Spielplatz, der nach Norden und Süden offen ist und seitlich zu der Wohnbebauung mit Hecken und Bäumen abgegrenzt wird. Der Spielplatz selbst wird unter Berücksichtigung unterschiedlicher Altersgruppen in drei Nutzungsbereiche gegliedert: Der Sandbereich für Kleinkinder, der Aktionsbereich auf dem Hügel mit Aussichtsturm, großer Rutsche und ‚Forum’ (Sitz- und Gehstufen) zum Sandbereich, sowie der Bewegungsbereich im Süden mit unterschiedlichen Schaukeln / Wippen etc. Der Bewegungsbereich öffnet sich zum Platz und bietet im Sommer zusätzlich die Attraktion des Wasserplatzes (Fontänenfeld). Der Sandbereich öffnet sich zum Bereich mit Außenbewirtung, so dass von dort auch die Beaufsichtigung der Kinder möglich ist.