Bahnhof Geldern | Neubau Personenunterführung / Niersforum

Personenunterführung

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Der städtebaulichen Konzeption der 2011 fertiggestellten Unterführung liegt die Idee einer Doppelplatzanlage beiderseits der Bahn zugrunde. Die sich großzügig zu beiden Seiten öffnende neue Personenunterführung bildet das ‚Scharnier‘ der Anlage und ist großzügig und kompakt zugleich geplant. Fußgänger, Behinderte und Radfahrer werden integriert durch die Personenunterführung geführt. Die Treppenpodeste sind gleichzeitig Teil der Rampenanlage. Die beidseitig ausschwingenden Rampen und die beiden Treppenpodeste gewährleisten eine gute Einsehbarkeit sowohl der Gesamtanlage als auch des eigentlichen Bahntunnels.

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Auf beiden Seiten der Bahn schließen nach Süden zusätzliche Rampen an, die der barrierefreien Erschließung der Bahnsteige dienen. Auf der Ostseite grenzt der Vorbereich im Süden an den Bahnhofsvorplatz und im Osten an den Busbahnhof bzw. an die Bahnhofstraße an.

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©Hess

Die seitlichen Tunnelwände und die Ansichtsflächen seitlich und oberhalb der Tunneleingänge bestehen aus vorgesetzten Profilglaselementen mit integrierten LED-Leuchten. Die am oberen Rand verdeckt angeordnete Hinterleuchtung der Glaswände wird von in die Glasstege eingelegten weißen Bändern reflektiert, was zu einer flächigen Ausleuchtung des Glases führt. Über eine Vorprogrammierung können in zeitlicher Abfolge wechselnde Farben und Stimmungen erzeugt werden.

Die Treppen- / Rampenanlage wird durch ca. 10 m hohe Indirektleuchten mit einer hohen Gleichmäßigkeit ausgeleuchtet. Die Bahnsteigtreppen sind zusätzlich mit Handlaufleuchten ausgestattet. Auf den beidseitig anschließenden Platzbereichen wurden Säulenleuchten aufgestellt, die die Aufenthaltsqualität betonen.

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©Hess

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Niersforum

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Das 2013 eingeweihte Niersforum bildet den Auftakt und die Adresse des neuen Stadtteiles westlich der Bahn und knüpft nahtlos an den Neubau der Unterführung an. Die Gestaltung des neuen Platzbereiches westlich der Personenunterführung thematisiert den Übergang von der Stadt zur Landschaft. Im Mittelpunkt steht die in die Platzgestaltung integrierte Wasserfläche, die auf das ‚Alleinstellungsmerkmal’ des neuen Stadtteils am Wasser verweist. Die Wegebeziehungen in den neuen Stadtteil wie in die Landschaft werden gleichberechtigt entwickelt. Der Platz wird am Südrand von dem Neubau des Behördenzentrums gefasst. Auf der Nordseite des Platzes ist eine platzbildende Neubebauung geplant, die mit ihren Nutzungen im Erdgeschoss in den Platz hineinwirkt.

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Die Platzfläche wird mit hochwertigen Betonplatten, basalt-anthrazit, in unterschiedlichen Formaten gestaltet; die helle Bänderung im Raster von ca. 9 m erfolgt mit granit-grauen Betonplatten. Die Wasserfläche wird im Süden mit geschwungener Uferböschung, im Norden und Osten formal mit Betonblockstufen (Betonwerkstein) gefasst. Aus den hellen Bändern ‚wachsen’ punktuell Betonblöcke als Sitzelemente heraus. Darin sind auf der Nordseite drei Wasserfontänen integriert, die das Thema Wasser optisch und akustisch umsetzen. Das Wasserbecken ist mit Filter- und Umwälzanlagen ausgestattet, um einer möglichen Algenbildung vorzubeugen.

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